Katernberg-Konferenz - Katernberger Bach und Grüne Hauptstadt als Themen

Zwei Themen bestimmten die Agenda bei der 45. Auflage der Katernberg-Konferenz: zum einen ging es um die Renaturierung des Katernberger Bachs, zum anderen um die "Grüne Hauptstadt 2017". Noch im Jahr 2016 war die Flüchtlingskrise das alles überschattende große Thema, welche neben den stark gestiegenen Wohnungseinbrüchen und dem geplanten Neubau der Gustav-Heinemann-Gesamtschule auch bei der 44. Katernberg-Konferenz den entsprechenden ihm gebührenden Raum beanspruchte. Bei der nun stattgefundenen 45. Auflage der Katernberg-Konferenz drehte es sich um die Renaturierung des Katernberger Bachs und um die "Grüne Hauptstadt 2017".

 

Diverse Vertreter der Emschergenossenschaft sowie der Stadt Essen, Abgesandte von "Grün und Gruga" sowie eine auf Landschaftsbau spezialisierte Architektin stellten im Triple Z vor rund 100 Gästen das Projekt der Renaturierung des Flusslaufs dem Gremium vor. Siegfried Brandenburg, seines Zeichens Vorsitzender des Schonnebecker Werbeblocks und zusammen mich Michael Bachor und Johannes Maas von der Werbegemeinschaft Stoppenbeck sowie dem Katernberger Werbering ist der Meinung, dass sich "die Wohnqualität zweifelsohne verbessern" wird, wenn das Projekt angegangen und ausgeführt wird. Die Renaturierung solle dabei, so Siegfried Brandenburg, zusammen und in enger Koordination mit den Wünschen und Anspruchen der Bürger vorgenommen werden. Laut Brandenburg trügen "die Workshop bereits Früchte in ihren Plänen."

 

Die notwendigen dicken Abwasserrohre, die es im Zuge der Renaturierung zu verlegen gilt, sind bereits jetzt überall zu sehen.
Das andere Projekt, die Grüne Hauptstadt, wurde ebenfalls vorgestellt: Jennifer Röder vom Projektbüro Grüne Hauptstadt stellte zunächst das Projekt in seiner Gesamtheit vor, um danach auf die Auswirkungen und Möglichkeiten in bezug auf die einzelnen Stadtbezirke einzugehen, wie z.B. den "Green Capital Day". Dabei sollen die Bezirksverwaltungen Orte vorschlagen, die Bedarf und das Potential haben, verschönert zu werden. Hierfür sind auch starke finanzielle Anreize geboten: Bei dem Projekt "Grüne Hauptstadt" lohnt es sich für Investoren besonders, Geld in die Hand zu nehmen – Investitionen bis zu einer Höhe von 25.000 EUR werden aus einem eigens dafür eingerichteten, besonderen Fond verdoppelt.

 

Das zweite an den Stadtteilen ausgerichtete Projekt läuft getreu dem Namen der Ruhrmetropole unter dem cleveren Motto "Säen. Ernten. Essen." Hofläden, aber auch Kleingartenbesitzer sollen im Jahr 2017 dreimal einen Tag der offenen Tür ausrichten und so dazu beitragen, dass auch die Bürger, die keinen direkten Zugriff auf einen Garten haben, an den im Motto genannten Aktivitäten Säen, Ernten und Essen teilhaben können.
Gemeinsam mit der Zeche Zollverein, bekanntlich als Teil des Weltkulturerbes anerkannt, wird der Bezirk IV eine wichtige und bedeutende Rolle innerhalb des Projektes "Grüne Hauptstadt" spielen. Auch für weitere Ideen ist bereits gesorgt: Im Herbst 2018 wird anschließend an das Projekt "Grüne Hauptstadt" die größte Tagung im so genannten Sanaa-Gebäuden abgehalten werden.